Sie spricht mit Kindern über Gott und die Welt: Als "Kinderphilosophin" diskutiert Kristina Calvert mit dem Nachwuchs Fragen wie "Haben Pflanzen Heimweh?" Auch in "Wolkenbilder + Möwendreck" (aracariverlag, 16, 90 Euro), das die promovierte Wissenschaftlerin gemeinsam mit Illustratorin Sabine Dittmer herausgebracht hat, spürt sie den großen Fragen der Kleinen nach. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur hat das Werk jetzt als Buch des Monats Mai ausgezeichnet.
Aus den 16 Geschichten des preisgekrönten Buches wählen Schüler der Stadtteilschule Bahrenfeld nun vier Geschichten aus, über die sie philosophieren wollen. Jede Geschichte habe eine philosophische Verbindung zu einem Ort innerhalb Hamburgs. "Meine Idee ist es, mit den Kindern eine Art Stadtplan zu entwerfen, damit sie ihre Heimatstadt noch besser kennenlernen", sagt Kristina Calvert
Philosophieren mit Kindern: Wolkenbilder und Möwendreck (Kristina Calvert und Sabine Dittmer)
Wolkenbilder und Möwendreck
Kleine philosophische Bibliothek. Wie lächeln Zitronenfalter? Gibt es eigentlich nur das, was man anfassen kann? Kinder wollen alles ganz genau wissen. Die Welt ist voller Wunder und dem möchte die bekannte Kinderphilosophin Kristina Calvert (Text) zusammen mit Sabine Dittmer (Zeichnungen) in diesem Buch nachgehen. Dazu greifen die Autorinnen die vier Grundfragen der Philosophie auf und widmen ihnen jeweils vier Möwen- oder Wolkengeschichten, die zum Selberdenken, Miteinanderdenken und Weiterdenken anregen.
Der komplette Beschreibung ist hier und ein passender Film hier zu finden.
Projekt "Philosophieren über die lebendige Natur" (PhiNa)
In diesem auf sechs Jahre angelegten Projekt verbanden sich Pädagoginnen aus den Bereichen Philosophie und Biologie. Beabsichtigt war es, an der Schnittstelle zwischen der Geistes- und der Naturwissenschaft Themen aufzutun, die sich fächerübergreifend anboten.
Wir organisieren unsere "Schmetterlingsschule" im Sinne des Schulischen Enrichment Modells von Renzulli/Reis. Dieses Modell sieht drei Stufen des Enrichment vor. Dabei ist Enrichment des Typs III das selbständige Forschen.
Wie eine skeptische Mutter die Kinderphilosophin Kristina Calvert zu schätzen lernte. In einem Familienhotel auf Lesbos debattieren selbst die Jüngsten über die Rütsel des Lebens.
COMENIUS-Lehrerfortbildung - Philosophieren mit Kindern in Hamburg
Nachdem wir bereits in den letzten Jahren in Eupen an einem bzw. drei Seminaren zum Thema "Philosophieren mit Kindern" (zu unterscheiden von der Methode "Philosophie für Kinder") mit Dr. Kristina Calvert teilgenommen haben, waren wir begeistert. Seitdem philosophieren wir beide regelmäßig mit unseren Schülern, hatten aber nie die Möglichkeit Kollegen, die in diesem Bereich erfahren sind, über die Schulter zu schauen. Unsere eigene Haltung als Moderator zu überdenken, andere Methoden und Vorgehensweisen erleben, war für uns zur Notwendigkeit geworden. Definitiv von der Richtigkeit und Wichtigkeit dieses nächsten Schrittes überzeugt, fuhren wir am 30. Mai voller Vorfreude und großen Erwartungen nach Hamburg. Dort haben wir in verschiedenen Schulen hospitiert, an Seminaren teilgenommen, Gespräche mit Kollegen, Studenten, Schulleitern... geführt.
Philosophieren mit Kindern - Was macht den Freund zum Freund?
Was macht eine Freundschaft aus? Kinder stellen Fragen, die oft schwer zu beantworten sind. Nicht immer gibt es nur eine Antwort auf diese Fragen. Hier fängt das Philosophieren an: selber Denken, miteinander Denken, Weiterdenken. Umso interessanter ist es, sich gemeinsam mit Kindern auf die Suche danach zu begeben. Dabei bekommen auch Erwachsene neue Denkanstöße. Denn Kinder können kluge Philosophen sein.
Kursleitung: Anna K. Hausberg L10004 Kursbeginn 24.09.2010.
Danach gibt es dann die Weiterbildung für Erzieher/Lehrer/ Interessierte:
Multiplikator/innen - Weiterbildung "Philosophieren mit Kindern"
Anna K. Hausberg, Doktorandin Universität Hamburg
Was macht das ICH zum ICH? Wie beginnen Freundschaften? Warum heißt Apfeltorte Apfeltorte? Kinder stellen Fragen, die oft schwer zu beantworten sind. Nicht immer gibt es nur eine Antwort auf diese Fragen. Hier fängt das Philosophieren an: selber Denken, miteinander Denken, Weiterdenken. Umso interessanter ist es, sich gemeinsam mit Kindern auf die Suche danach zu begeben. Dabei erhalten auch Erwachsene neue Denkanstöße. Denn Kinder können kluge Philosophen sein.
In diesem Weiterbildungsangebot lernen Sie:
gemeinsam mit Kindern in ein philosophisches Gespräch einzusteigen
praxisorientiertes und kindgerechtes Material wie z.B. Kinderbücher, Bilder und Spiele kennen
Methoden, wie z.B. szenische Improvisationen, Bilder und Leitfragen kennen, mit denen Sie das Philosophieren anregen!
Alle Pädagogen, Pädagoginnen, Erzieher/innen, Lehrer/innen und / oder Ehrenamtliche, die an einer Ganztagsschule gern ein Angebot am Nachmittag geben möchten, sind herzlich zu dieser Fortbildung eingeladen. Dieser Kurs befähigt Sie nach dem Abschluss:
philosophische Gespräche über Themen aus der Lebenswelt der Kinder zu leiten
kreatives, kritisches und wohl begründetes Denken der Kinder zu fördern
Voraussetzungen für diesen Kurs sind die Freude am Denken und Offenheit für neue (pädagogische) Methoden.
Es fällt eine Materialumlage in Höhe von € 10,00 an.
Selber denken, miteinander denken, weiterdenken: Hamburger Grundschüler philosophieren über Gott und die Welt. Dabei lernen sie andere zu respektieren und ihre Neugier wie eine bedrohte Pflanzenart zu kultivieren.
"Philosophieren mit Kindern" - eine Fortbildung für 20 Berliner Lehrkräfte an Grund- und Gemeinschaftsschulen in der integrativen Begabtenförderung.
Am 4. Juni startet ein besonderes Fortbildungsangebot für Lehrkräfte an Grund- und Gemeinschaftsschulen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und die Karg-Stiftung aus Frankfurt/M. schulen 20 Lehrerinnen und Lehrer in der Methode "Philosophieren mit Kindern" und bilden diese als Multiplikatoren für die Berliner Schullandschaft aus.
Um die integrative Förderung Hochbegabter in den regulären Grundschulklassen kümmert sich seit einigen Jahren ein Netzwerk von Lehrkräften aus Grundschulen in den Berliner Bezirken. Im Erkennen und der Förderung durch die Karg-Stiftung geschult, widmen sich diese nun der konkreten Unterrichtsgestaltung. Das "Philosophieren mit Kindern" ist ein Novum im Rahmen der schulischen Begabtenförderung in Berlin. Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner unterstützt diese neue Fortbildung: "Damit erweitert Berlin seine Angebote im Rahmen der Begabtenförderung um einen weiteren wichtigen Baustein."
Der komplette Artikel ist unter hier abrufbar.
70.000 Euro stellt die Stiftung Maritim Hermann und Milena Ebel in diesem Jahr im Rahmen von "Kultur bewegt" bereit. Der Fonds wurde gemeinsam mit der Behörde für Kultur, Sport und Medien initiiert, um kulturelle Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf zu fördern. Aus 73 Anträgen hat eine Fachjury nun 19 Hamburger Kinder- und Jugendkulturprojekte ausgewählt.
Der komplette Artikel ist unter "Kultur bewegt" abrufbar.
Philosophiekurse für Kinder sind selten. Kristina Calvert gründete mit anderen in Hamburg den Verein "Philosophieren mit Kindern". Er bietet auch Fortbildungen für Erzieher, Lehrer und Eltern.
Der folgende Artikel befasst sich mit dem Thema "Philosophieren mit Fabeln über Freundschaft". Er entstand auf der Grundlage eines Referates in einem Deutschseminar "Die Fabel: Poetik und Didaktik einer literarischen Kleinkunst-Form" an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg.
Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen in der integrativen Begabtenförderung
Die Stiftung wird sich in den nächsten Jahren verstärkt der Entwicklung von Unterrichtsangeboten und -methoden der schulischen Hochbegabtenförderung in heterogenen Lerngruppen widmen. In vielen Weiterbildungs- und Einrichtungsentwicklungsprojekten hat sich dabei das "Philosophieren mit Kindern" bewährt.
Das "Philosophieren mit Kindern" ist ein Ansatz des schulischen Enrichments, der seit über 10 Jahren erfolgreich von Dr. Kristina Calvert für den Bereich der Hochbegabtenförderung weiterentwickelt wird. Noch vor der Vermittlung von grundlegenden philosophischen Wissensbeständen geht es um die Einübung in das logisch-argumentative Denken als kreativem und konstruktivistischem Prozess. Der von Frau Dr. Calvert vermittelte Ansatz regt Freiräume im Denken an und schätzt die kindliche Seins- und Sinnfrage wert. Auf diese Weise werden Haltungen bei Lehrkräften wie auch bei den Schülerinnen und Schülern aufgebaut, die den Ansatz über das Arbeiten zu philosophischen Fragestellungen hinaus für die Unterrichtsentwicklung und den Bildungserwerb fruchtbar machen.
Die komplette Artikel ist unter Karg Stiftung abrufbar.
vamos mit Goldener Palme von Geo Saison ausgezeichnet: Erster Platz für Familienreise "Philosophieren mit Kindern"
Für eine besonders innovative Urlaubsidee nahm vamos Eltern-Kind-Reisen auf der Internationalen Tourismus-Börse Berlin (ITB) mit der Goldenen Palme eine der begehrtesten touristischen Auszeichnungen entgegen.
Am 11. März 2010 verlieh das Reisemagazin Geo Saison dem Familienreisespezialisten zum zweiten Mal in Folge Platz eins in der Kategorie "Reisen mit Kindern". Das Urlaubskonzept "Philosophieren mit Kindern" auf der
griechischen Insel Lesbos überzeugte die hochkarätige Expertenjury durch Originalität und Nachhaltigkeit.
Die komplette Pressemitteilung ist als PDF abrufbar.
Daphnis und Chloe war ein antikes Liebespaar, das vor rund 3000 Jahren auf Lesbos lebte. Die Geschichte der beiden Hirtenkinder ist voller Schönheit und Dramatik und bietet jede Menge Stoff, um mit Kindern über Themen wie Glück und Freundschaft zu philosophieren.
In der Zeit vom 14.07. bis 28.07.2010 kommt die Hamburger Kinderphilosophin Kristina Calvert in unser Feriendorf und lädt alle Kinder zu einer spannenden Gedankenreise ein. Wann ist ein Freund ein Freund? Gibt es ein Rezept zum Glücklichsein? In lockerer Urlaubsatmosphäre ermutigt Kristina Calvert die Kinder, den Rätseln des Lebens ein wenig näher zu kommen.
Mitmachen können alle neugierigen Kinder ab 7 Jahren.
Die Kleinen machen sich große Gedanken: Kinderphilosophie boomt. Die Veranstaltungsreihe "Gedankenflieger" startet diese Woche, lässt den Nachwuchs mit Aristoteles in Wettstreit treten und animiert ihn zum Phantasieren, Fabulieren und Nachgrübeln.
Dass man Philosophie nicht immer mit ehrwürdigen, weißhaarigen Menschen assoziieren muss, bewies Dr. Kristina Calvert im ev.-luth. Kindergarten "Schwalbennest" auf der Insel Juist.
Philosophieren mit Kindern über die Natur (PhiNa) – Evolution und Schöpfung
Wie viel Evolutionstheorie und Schöpfungsgeschichte verträgt und braucht der Unterricht für Kinder in der Primarstufe? Welche Chancen eröffnet »PhiNa« als Methode, mit Kindern über Evolution und Schöpfung zu sprechen? – Im Mittelpunkt der Tagung, die sich insbesondere an Pädagoginnen und Pädagogen der Vorschule und des Primarbereichs (Klassen 1-6) wendet, steht das Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen über naturwissenschaftliche Themen: Experten aus Wissenschaft und Praxis, z. B. Ulrich Kattmann, Patricia Nevers, Christian Thies, Anna-Katharina Szagun, Thomas Trautmann, Kristina Calvert, beleuchten das Thema aus der Sicht der Biologiedidaktik, der Religionsdidaktik sowie der Philosophie in Vorträgen, Gesprächen und Workshops.
Die Fachtagung steht im Kontext des Projekts »PhiNa«, das seit 2006 von der Karg-Stiftung als besondere Methode der Begabtenförderung unterstützt wird; Kooperationspartner sind die Universität Hamburg, das Landesinstitut für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung sowie die Hamburger Beratungsstelle besondere Begabungen. Beim Philosophieren über naturwissenschaftliche Themen wird Kindern die Gelegenheit geboten, die Grenzen zwischen Philosophie und Biologie, zwischen Glauben und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen sowie zwischen mechanistischen und metaphysischen Erklärungen der Welt zu überschreiten. Dabei werden verschiedene Positionen und Perspektiven eingenommen und gegenübergestellt. Das allerdings ruft nicht selten Kritik und Misstrauen der jeweiligen Fachdisziplinen auf die Bühne.
Kreatives Philosophieren mit Kindern - Angst und Mut
Kann man mit Kindern philosophieren? Welche Fragen eignen sich dazu? Welche Ansätze zum Philosophieren mit Kindern gibt es? Diese Fragen greift die Autorin auf und zeigt an anschaulichen Beispielen wo sich im Unterricht der Grundschule Möglichkeiten zum kreatvien Philosophieren bieten.
Das Buch skizziert die Didaktik des Philosophierens mit Kindern und stellt Ihnen Unterrichtsanregungen zu den Themen Mut und Angst vor, die Sie als Anlass zum Philosophieren einsetzen können.
Entstanden in der Zusammenarbeit mit der Karg-Stiftung und mit Illustrationen von Charles Calvert.
Kann der Fußboden träumen? – Fragen an eine Kinderphilosophin
"Woher weiß der Frosch, dass er ein Frosch ist? Was heißt genau: Ich bin? Gibt es Zeitmaschinen?" Fragen über Kinderfragen, alle gestellt und beantwortet im Buch "Können Steine glücklich sein?" von Kristina Calvert. Sie philosophiert seit Jahren mit Kindern in ganz Deutschland.
Die Fotos vom Philosophieren am 22. bis 24. Februar in der Kinderakademie Loccum gibt es hier zu sehen.
Dumme Fragen gibt es nicht: Die Neugier von Kindern früh fördern
Kinder können Erwachsenen Löcher in den Bauch fragen. Manchmal ist es erstaunlich, was schon Fünfjährige wissen wollen: Wie der Regenbogen an den Himmel kommt oder wo die Sterne tagsüber sind, wenn die Sonne scheint.
Warum ist die Erde rund? - LebensArt vom 25. Februar 2008, 15.05 Uhr
Warum ist man glücklich? Was kommt hinter dem Himmel? Was wäre, wenn niemand mehr sterben müsste? Es gibt Kinderfragen, auf die eine Antwort zunächst mal nicht leicht fällt. Nimmt man sich aber Zeit dafür, können wunderbare Gespräche entstehen, die durchaus auch die Großen bereichern. WDR 5 LebensArt fragt Experten, wie man mit Kindern philosophiert und macht Lust, sich auf dieses Abenteuer einzulassen.
Studioexpertin Dr. Kristina Calvert, Autorin und Dozentin.
Kristina Calvert philosophiert mit Kindern zum Thema „Worüber tratschten die Affen auf der Arche? Oder: Woher kommen die Worte?
Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Kinder sind neugierig und fragen einem Löcher in den Bauch. Um einigen Rätseln auf den Grund zu gehen, lassen wir ab März die Gedanken fliegen und gehen mit unserer jungen Philosophiereihe in die zweite Runde. Die kleinen Besucher haben die Gelegenheit, an spannenden Orten, wie dem Botanischen Garten oder der Bühne des Monsun Theaters, über Fragen nachzudenken, die das Leben stellt: Wer räumt eigentlich die Blumen auf der Wiese auf? Was macht das Ich zum Ich? Was ist schön, und wer ist der Schönste?
Die Kinderphilosophin Kristina Calvert gestaltet die Nachmittage. Jeweils ein Kinderbuch dient als Aufhänger, um ins Gespräch zu kommen. Beim Auftakt können kleine Philosophen im Literaturhaus den Geheimnissen der Sprache folgen. „Worüber tratschten die Affen auf der Arche? Oder: Woher kommen die Worte?” Gelesen wird aus Hugh Loftings Klassiker „Dr. Doolittle”.
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren.Um telefonische Anmeldung unter Telefon 040-22 70 20 14 wird unbedingt gebeten.
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Kinderjahre.
Mi 26.03. 15.30 - 17.00 Uhr, 2,-
Karten bestellen: Literatur Haus Hamburg
Literaturhaus - Schwanenwik 38 - 22087 Hamburg
Wann ist die Freundin eine Freundin, der Freund ein Freund?
Philosophieren mit Kindern in der Loccumer Kinderakademie vom 22. bis 24. Februar 2008
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren, ihre Mütter und Väter, erwachsenen Geschwister, Großeltern und Paten, Tanten und Onkel , ...
Was macht eine Freundschaft aus?
Immer füreinander da zu sein, sich alles anzuvertrauen und die gleichen Interessen zu haben?
Oder gibt es auch Freundschaften für einen Tag oder solche, die sich auf nur ein gemeinsames Hobby beziehen?
Muss die Freundin, der Freund ein guter Mensch sein? Oder genügt es, dass sie oder er zu dir gut ist?
Kann man mit sich selbst befreundet sein? Und ist Gott ein Freund?
Über diese und viele andere Fragen wollen wir mit euch philosophieren, das heißt: uns austauschen, hören, was andere kluge Menschen darüber denken, Theater spielen, Bilder malen, Freunde-Such-Geräte bauen, Gedichte erfinden ... .
Und schließlich werden wir alle klarere Vorstellungen darüber gewinnen, was Freundschaft ausmacht.
Eingeladen sind Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren mit ihren erwachsenen Bezugspersonen.
Manfred Frank: Warum bin ich Ich? Eine Frage für Kinder und Erwachsene.
ISBN 978-3-458-17349-6
2007 Insel Verlag
Philosophieren schon mit ABC-Schützen
Nicht nur Lesen, Rechnen und Schreiben sollen die Grundschüler lernen – jetzt philosophieren sie auch über das Leben und den Tod. In Bayern ist der Versuch gestartet worden, dass schon Kinder Philosophie-Kurse haben. Das logische und tiefgründigere Denken der Kinder soll angeregt werden.
Es gibt sicher einfachere Vorhaben als sich mit den Schriften und Theorien von Platon, Sokrates, Fichte, Hegel oder Adorno zu beschäftigen. Schließlich versuchen die großen Philosophen seit Jahrtausenden nichts weniger zu erklären als den Lauf der Welt. Ein kühnes Unterfangen. Fast ebenso kühn mutet ein Projekt an, das die "Akademie Kinder philosophieren" im Oktober 2007 an 34 Kindertagesstätten und Schulen in Bayern gestartet hat. In einem Modellversuch soll dort Vor- und Grundschulkindern künftig Philosophie nahegebracht werden.
Zum Beispiel in München, wo die Philosophie-Doktorandin Dagmar Langen, 28, zusammen mit ihrer Kollegin Tanja Prokic, 27, ebenfalls eine studierte Philosophin, Kurse für Kinder anbietet. Die kleine Gruppe - in der Mehrzahl Mädchen - hat es sich auf Kissen am Boden gemütlich gemacht. Während ein Song des Sängers Mika läuft, fragt eine Neunjährige: "Wofür leben wir eigentlich?"
Kinderfragen gehen ans Eingemachte. "Was meinst du, wofür wir leben? Wofür lebst du?" gibt Dagmar Langen die Frage behutsam zurück. Auch Fragen nach dem Tod, oder dem Weihnachtsmann werden ganz in Johann Gottlieb Fichtes Sinne diskutiert: "Wechselwirkung mit dem Zögling, nicht Einwirkung auf ihn" ist die Maxime. Worte wie Wechselwirkung oder Zögling kämen Langen und Prokic im Kurs allerdings nicht über die Lippen. Die Kinder würden sonst einfach nicht mehr zuhören.
Leistungsdruck durch Pisastudie
Der Leistungsdruck an den Schulen hat sich seit den schlechten Ergebnissen der Pisastudie 2003 erhöht. Und wer sich dort noch behaupten konnte, wird spätestens an der Uni mit den Anforderungen konfrontiert, die der Arbeitsmarkt heute an die Menschen stellt: Neben Flexibilität und Teamgeist zum Beispiel "quantifizierendes Denken" und "zielgruppengerichtete Kommunikation".
"Vor lauter Anforderungen weiß man dann irgendwann nicht mehr, wer man selbst ist und sein will", sagt Dagmar Langen, "deshalb möchten wir den Kindern die Möglichkeit geben, darüber nachzudenken. Wir hetzen nicht gegen das Bildungssystem, aber wir helfen, Dinge aktiv zu hinterfragen."
Zweifel, ob die Philosophie Sechsjährige - für diese Altersstufe soll es demnächst auch ein Kursangebot geben - nicht überfordert, haben die beiden Jung-Philosophinnen nicht. "Je jünger die Kinder sind, desto mehr sprudeln die Fragen aus ihnen heraus", berichtet Langen. "Bei Viertklässlern merkt man oft schon, dass ihnen das Fragen aberzogen wurde." Statt selbstständig zu urteilen, erkundigen sie sich nur, ob ihre Antworten richtig oder falsch seien. Aber wer hat sich dann zum Maß aller Dinge gemacht? Vermutlich die Lehrer.
Anfangen zu Denken
Dabei sind es die Pädagogen, die die Philosophie als vierte Kulturtechnik neben Lesen, Schreiben und Rechnen in die Schule geholt haben. Ausgangspunkt waren die USA, wo die Philosophie, speziell die Logik, eingesetzt wurde, um das Demokratieverständnis der Schüler zu steigern. In den 70er-Jahren brachte Ekkehard Martens, heute Professor für Didaktik der Philosophie an der Universität Hamburg, die Idee erstmals nach Deutschland. "Hier wurde das Philosophieren mit Kindern zur kreativen Tätigkeit. Es ging nicht um ein bestimmtes Lernziel, sondern darum überhaupt mal mit dem Denken anzufangen", sagt Kristina Calvert, Gründungsmitglied von "Philosophieren mit Kindern Hamburg e.V."
Martens wiederum war an der Konzeption der "Akademie Kinder philosophieren" im bayerischen Freising beteiligt. Beide Einrichtungen bilden seit ein paar Jahren schwerpunktmäßig Lehrer weiter, haben aber auch immer mal wieder Kurse im Angebot. Die Erfahrung zeigt: Kinder, die selbstständig denken gelernt haben, lassen sich von Rückschlägen weniger abschrecken. Sie gehen eine Aufgabe oder ein Problem unermüdlich - der Philosoph sagt iterativ - und unbefangen an, weil sie es zu ihrer eigenen Sache machen, und damit von äußeren Urteilen relativ unabhängig sind. "Schon die Entscheidung für ein Philosophiestudium macht einen zum Außenseiter", erzählt Prokic. So fragte sie ein befreundeter Medizinstudent, ob sie nicht mal vorhätte, arbeiten zu gehen. Diese Ignoranz der Mutter aller Wissenschaften gegenüber, wollte sie Einhalt gebieten.
"Es nützt ja nichts, im Elfenbeinturm zu philosophieren, alles den Pädagogen zu überlassen, und dann zu meckern, dass einen keiner ernst nimmt. Wir verstehen unsere Agentur als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Alltag", sagt Prokic. Man sieht den beiden Frauen an, dass sie auch mal in Modemagazine, statt immer nur in Bücher gucken. Mit ihrer unprätentiösen Art geben sie nicht nur Kindern Zuversicht, dass man als Philosoph kein alter Mann mit Bart sein muss.
Kinder haben viele Fragen - alles wollen sie wissen und verstehen. Warum nicht auch die ganz großen Fragen des Lebens mit ihnen diskutieren? "Philosophieren mit Kindern" heißt ein Verein in Hamburg, der Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen verschiedener Altersstufen anbietet. Die Kurse finden im Museum für Kommunikation und regelmäßig in Hamburger Schulen statt. Wer bin ich? Können Steine glücklich sein? Oder: Woher kommen die Wörter? Zu solchen und anderen Fragen fällt auch schon den ganz Kleinen etwas ein. Reporterin Petra Volquardsen war beim Philosophieren in der Grundschule Forsmannstrasse in Hamburg-Winterhude dabei. NDR 90,3 sendet den Beitrag am Freitag, 20. April.
Hamburg - Wie funktioniert träumen? Und kann der Fußboden träumen? Traum und Wirklichkeit, Wahrnehmung und Gefühl. Die großen Philosophen haben lange gegrübelt, um diese Grundbegriffe des Seins zu definieren und voneinander abzugrenzen.
(von Gregor Haschnik)
Wenn sich in der Hamburger Grundschule am Marschweg die kleinen Erben Kants und Hegels treffen, wird die hohe Kunst des Denkens zu einem Kinderspiel - und zwar im besten Sinne. Sechs Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren versuchen an diesem Vormittag herauszufinden, was die Welt im Innersten zusammenhält. Von akademischer Strenge ist keine Spur. Die braunen Stühle, auf denen die kleinen großen Denker sitzen, bilden einen losen Kreis.
"Träumen geht so: Das Gehirn zapft etwas von der Wirklichkeit ab und sucht das passende Gefühl dazu aus. Wenn zum Beispiel ein großes Krokodil im Traum nach mir schnappt, kriege ich Angst", sagt Jan- Niklas (9). "Beim Träumen zerfließen Wirklichkeit und Fantasie und vermischen sich", ergänzt Marina (10). Auf dem Tisch steht ein Molekülmodell aus Styroporkugeln und Holzstäbchen. Die Begriffe, um die es geht, hat die Lehrerin auf Karteikarten geschrieben. Die Aufgabe: Die Schüler sollen diskutieren und die Karten anschließend im Modell platzieren.
Den Anstoß zur Debatte gab eine Episode aus Axel Hackes Kinderbuch "Der kleine König Dezember". Philosophiedozentin Kristina Calvert moderiert das Forum. "Kinder sind von Natur aus neugierig und stellen grundlegende Fragen. Außerdem haben sie einen starken Rededruck. Ihre Gedanken sprudeln regelrecht aus ihnen heraus", sagt Calvert. Mit universitärem Philosophieren hat die Denkfabrik an der Grundschule jedoch nicht viel gemein: "Wir lernen keine bestehenden philosophischen Definitionen auswendig. Und es spielt auch keine Rolle, wer die vermeintlich besten Argumente liefert", erklärt Calvert. Stattdessen lautet das Motto: Selber denken, miteinander denken, weiter denken.
In Hamburg haben bereits 60 Schulen Philosophieren in ihr Angebot aufgenommen, jährlich lassen sich 15 Lehrer speziell dafür ausbilden. Und auch in anderen Bundesländern eifern Schüler Sokrates und Platon nach. Die Kultusminister haben den positiven Effekt der philosophischen Plaudereien erkannt, den Calvert so umschreibt: "Die Kinder lernen beim Philosophieren, kreativ und kritisch zu denken." Und nicht zuletzt lernen die Kleinen beim gemeinsamen Gedankenspiel, einander zuzuhören und die Ansichten des anderen zu respektieren.
Die filmische Dokumentation "Hey, ich war eine Fledermaus!" kann beim Verein gegen eine Schutzgebühr bestellt werden.
Zwei neue Buchempfehlungen
Kinder philosophieren mit Frosch und Kröte
mit einem Vorwort von Gary Matthews, Hrsg. v. Charles u. Kristina Calvert und Stefanie
Kowanz.
Mit Beiträgen von 9 verschiedenen Autoren der
Multiplikatorenausbildung Philosophieren mit Kindern und
Jugendlichen, Hamburg.
Dieck 2005, ISBN 3-89803-336-8
Einführung in die Hochbegabtenpädagogik.
Von Thomas Trautmann, Schneider Hohengehren, 2005.
ISBN 3-89676-985-5, Seite 89 ff
Thema Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen, als (...) exzellenter
Ansatz (...) um Begabungen zu fördern.